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Schwedenecke-Forum « Schweden im Mittelalter/Antike »


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(Moderator: Angelika)
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   Autor  Thema: Schweden im Mittelalter/Antike  (Gelesen 49 mal)
Radyserb
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Beiträge: 2
Schweden im Mittelalter/Antike
« am: 08/16/02 um 08:25:29 »
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Jeder kennt sicherlich die Höhepunkte der schwedischen Geschichte in der Neuzeit wie die Reformation, die Gründung Neu-Schwedens in Nordamerika (Fort Christina), die Teilnahme am 30jährigen Krieg unter Gustav Adolf und der Sieg in diesem (Schlacht bei Leipzig), die Personalunion mit Norwegen, die Teilnahme an den Napoleonischen Kriegen auf Seiten der Koalition gegen Napoleon und nicht zuletzt der Beitritt zur EG/EU!
 
Aber wie sieht es mit dem Mittelalter aus? Ich weiß, dass Schweden im Baltikum kolonialisierte und das es eine bedeutende Rolle in der Hanse spielte, aber da hört's schon auf! Welche Verbindungen hatte Schweden zu den Wikingern? Waren sie vielleicht sogar Teil vom Wikingerreich? Also ich assoziiere die Wikinger mehr mit den Norwegern. Wenn dem so wäre, dass Schweden Teil des Wikingerreiches gewesen ist, dann hätten ja wohl auch Schweden mit Amerika "entdeckt"...
Und welche Verbindungen hatten die Schweden zu solchen fundamentalen Ereignissen wie die Expansion des Frankenreiches, der Pest und den Kreuzzügen etc...
Und was die Antike betrifft, so wurde doch Schweden von Germanen besiedelt, oder kamen sie von daher?
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Regina
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Beiträge: 2
Re: Schweden im Mittelalter/Antike
« Antworten #1 am: 09/16/02 um 18:49:50 »
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Natürlich gab es Wikinger im heutigen Schweden, allerdings bedeutet für die Schweden ein Wikinger jemand, der auf Wiking-Fahrt ging, also Raubzüge unternahm. Alle anderen waren Menschen aus dem Frühmittelalter. Zu dieser Zeit exestierte die Stadt Birka, eine ähnlich große Handelsstadt wie Haithabu bei uns. Die Leute aus dem heutigen Schweden waren bestimmt nicht bei der Entdeckung Amerikas dabei, denn sie waren eher nach Osten orientiert und haben lange Reisen bis ins Schwarze Meer und weiter ins Mittelmeer unternommen. Außerdem trieben sie Handel mit Gütern selbst aus dem fernen China...
Die Schweden selber vernachlässigen diese Zeit jedoch eher und sind mehr stolz auf das Hochmittelalter.
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Bruno
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Beiträge: 4
Re: Schweden im Mittelalter/Antike
« Antworten #2 am: 11/23/02 um 21:22:39 »
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Hier ein Auszug aus der "dänischen Geschichte"  
 
Die Wikingerzüge
 
Die Wikingerzüge, die die Skandinavier von ca. 800 an in weiten Teilen Europas bekannt und gefürchtet machten, reichten von Kriegen zwischen einzelnen Ländern über die Einmischung in Angelegenheiten anderer bis hin zu reinen Raubzügen. Ursprünglich nahm man an, daß die Wikingerzüge im Zusammenhang mit einer Massenemigration aus Skandinavien zu sehen seien, heute jedoch glaubt man, daß es meistens Heere von eher wenigen Hundert als ein paar Tausend waren, die in erster Linie Beute machen wollten – auch wenn ein Teil von ihnen sich schließlich in England oder in der Normandie niederließ.
 
Innere Streitigkeiten im Frankenreich ermöglichten es dänischen Häuptlingen, die oftmals landesflüchtige Mitglieder dänischer Königsgeschlechter waren, von etwa 830 an Tributzahlungen von den Franken zu fordern; einige traten auch selber in fränkische Dienste, wo sie gegen andere Wikinger kämpften oder sich an innerfränkischen Auseinandersetzungen beteiligten. Die Wikingerzüge fanden ihren Höhepunkt zwischen 880 und 890 in einer langjährigen Belagerung von Paris. Einige Häuptlinge erhielten von fränkischen Fürsten Lehen an Flußmündungen, um andere Wikinger an der Einfahrt in die Flüsse zu hindern. Nur ein einziges Lehen, die Normandie, blieb dauerhaft erhalten.
 
England und Irland wurden ab etwa 800 häufig von Wikingern heimgesucht. Anfänglich plünderten sie nur, um direkt wieder mit ihrer Beute zu verschwinden, später aber begannen sie zu überwintern, und ergriffen – nicht zuletzt in Irland – Partei bei inneren Streitigkeiten. In England gelang es einem Wikingerheer von 865 bis 880, drei der vier angelsächsischen Königreiche zu erobern, und viele Dänen siedelten sich hier auf Dauer an. In Nord- und Ostengland zeugen Ortsnamen von einem beträchtlichen dänischen Einfluß, obwohl die Dänen bis 920 in weiten Gebieten wieder unter den Einfluß englischer Könige gerieten. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts endeten erneute Wikingerzüge gegen England mit der Eroberung des Landes durch dänische Könige. Svend I. Gabelbart begann kurz nach seiner Machtübernahme, Tribute in England zu erheben, bekam jedoch Konkurrenz durch andere dänische, norwegische und schwedische Wikingerhäuptlinge. Er starb im Jahr 1014, kurz nachdem er England erobert hatte, doch 1016 unterwarf König Knud der Große das Land erneut. Er wurde König über England, Dänemark und Norwegen und gewann Einfluß in Schweden, konnte seine Länder aber nicht dauerhaft zu einem Imperium ausbauen.
 
Anzumerken ist wohl, dass zu jener Zeit die Grenzen eher fliessend waren. Sehr interessant ist hierbei auch die Geschichte der Entwicklung der skandinavischen Flaggen.  
Gruß Bruno
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Bruno
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Beiträge: 4
Re: Schweden im Mittelalter/Antike
« Antworten #3 am: 11/23/02 um 21:33:04 »
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Der schwere Weg der Schweden in die Selbstständigkeit:
 
Um 1560 wechselten in Dänemark wie auch in Schweden die Regenten, was das Ende der bisher friedlichen Koexistenz bedeutete. Die schwedische Führung unter Erik XIV. wollte die dänische Vormachtstellung brechen, wohingegen Frederik II. davon träumte, die Kalmarer Union unter der Vorherrschaft Dänemarks neu zu errichten. Diese gegensätzlichen Ambitionen waren der Hintergrund für den Nordischen Siebenjährigen Krieg (1563-1570), der schließlich mit einem gegenseitigen Ausbluten der Länder endete, ohne daß dabei die Landesgrenzen verändert wurden. Die nächste militärische Auseinandersetzung war der Kalmarer Krieg (1611-1613), der von den Dänen begonnen wurde. Erneut war es das Ziel, Schweden wieder in die Abhängigkeit von Dänemark zu bringen, und wieder mißlang das Unternehmen. Dieser Krieg war der letzte Versuch Dänemarks, die alte Union zu restaurieren. Von da an verschob sich die Macht zugunsten eines dynamischen Schwedens unter Führung Gustavs II. Adolf.
 
Bruno
 
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Bruno
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Beiträge: 4
Re: Schweden im Mittelalter/Antike
« Antworten #4 am: 11/26/02 um 21:36:14 »
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Hier noch weitere infos über die Wikinger:
 
http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/links/alllinks6c.htm
 
 
Gruß Bruno
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Bruno
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Beiträge: 4
Re: Schweden im Mittelalter/Antike
« Antworten #5 am: 11/26/02 um 21:41:27 »
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Arne Emil Christensen (Norwegen) Auszug:
 
Die Wikinger kamen aus dem Gebiet, das heute Dänemark, Schweden und Norwegen ist. Es war eine sich selbst versorgende bäuerliche Gesellschaft, wo Ackerbau und Viehzucht durch Jagd, Fischfang, Eisengewinnung und den Abbau von besonderen Gesteinsarten zur Herstellung von Wetzsteinen und Kochgerät ergänzt wurden. Obwohl es den Bauern gelang, das meiste selbst herzustellen, wurden gewisse Produkte gehandelt ­ zum Beispiel das für Mensch und Tier wichtige Salz. Das Salz ist eine Alltagsware, die wahrscheinlich nicht über weitere Strecken als notwendig herangeschafft wurde, während Luxusartikel aus dem südlicheren Europa importiert wurden. Eisen, Wetzsteine und Kochgerät aus Speckstein waren Exportartikel und wesentliche Ursache für das Aufblühen des Handels in der Wikingerzeit. Selbst in der Periode, als Wikingerüberfälle an der Tagesordnung waren, wurde zwischen Westeuropa und dem Heimatland der Wikinger Handel getrieben. Einen der wenigen Berichte, die wir über die Verhältnisse in Norwegen in der Wikingerzeit haben, verdanken wir dem nordnorwegischen Häuptling Ottar. Er besuchte König Alfred von Wessex als friedlicher Kaufmann, während Alfred gleichzeitig mit anderen Wikingerhäuptlingen regelrecht Krieg führte
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